Checkliste – Manipulation von Schutzeinrichtungen verhindern (DGUV Information 213-114 / Stand November 2022)

[02.12.2022] Die DGUV Information 213-114 „Checkliste – Manipulation von Schutzeinrichtungen verhindern“ steht ab sofort in der Publikations-datenbank der DGUV zur Verfügung.

Kommt es bei der Bedienung einer Maschine zu einem Unfall, so spielen manipulierte Schutzeinrichtungen häufig eine Rolle. Arbeitsschutzexpertinnen und -experten gehen davon aus, dass dies jeden vierten Arbeitsunfall an Maschinen betrifft. Oft gehen solche Unfälle mit einer besonderen Verletzungsschwere einher. Das Risiko manipulierter Schutzeinrichtungen ist daher nicht zu unterschätzen. Menschliches Fehlverhalten spielt eine große Rolle beim Manipulieren von Schutzeinrichtungen. Doch nur selten ist die Frage der Schuldzuweisung bei der Ursachenermittlung sinnvoll.

Zu einer Manipulation kommt es in der Regel meist erst dann, wenn die Schutzeinrichtung als solche oder die Art und Häufigkeit ihrer Betätigung den Betrieb der Maschine beeinträchtigen. Dies kann vielfältige und komplexe Ursachen haben. Auch die Unternehmenskultur hat hierauf einen Einfluss.

Wenn Sicherheit und Gesundheit im Unternehmen einen hohen Stellenwert haben, wird bei der Planung und Nutzung von Maschinen das Schutzkonzept von Anfang an mitbedacht. So können technische Lösungen entstehen, die für jeden Arbeitsschritt den sicheren Betrieb der Maschine zulassen, ohne dass die verwendeten Schutzeinrichtungen die Arbeit an der Maschine behindern. Die Auseinandersetzung mit den Fragen dieser Checkliste kann Ihnen helfen, mögliche Anreize und Ursachen für Manipulation zu erkennen – wenn eine Frage mit Nein beantwortet werden muss – und die richtigen technischen und organisatorischen Maßnahmen zu deren Beseitigung zu ergreifen.  

Die Checkliste besteht aus folgenden Elementen:

  • Beschaffung der Maschine
  • Eignung der Maschine
  • Eignung der Schutzeinrichtungen
  • Mitarbeiterführung und Schulung

Am Ende der Praxishilfe finden Sie eine Tabelle. Dort können Sie alle zu erledigenden Maßnahmen protokollieren.

Gegen Unfälle versichert – im Praktikum und Ferienjob

[30.06.2022] Der Flyer „Gegen Unfälle versichert – im Praktikum und Ferienjob“ ist fertig und steht ab sofort in der Publikationsdatenbank der DGUV zur Verfügung.

Praktika und Ferienjobs bieten jungen Menschen viele Vorteile. Sie sammeln Berufserfahrung, bessern ihr Taschengeld auf und machen ihren Lebenslauf attraktiver. Auch für die Berufswahl kann ein Praktikum oder ein Ferienjob wegweisend sein. Kein Wunder also, dass der frühe Einblick in das Arbeitsleben bei Schülerinnen und Schülern sowie bei Studierenden sehr beliebt ist. Auch die Unternehmen profitieren davon. Sie lernen neue potenzielle Mitarbeitende kennen.
Leider haben aber gerade Berufsanfänger und -anfängerinnen häufig Arbeitsunfälle. Abgesichert sind sie für solche Fälle durch die gesetzliche Unfallversicherung.

Das Informationsblatt richtet sich an Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, die Ferienjobber und Praktikanten (auch studentische Betriebspraktika im Rahmen des Studiums) beschäftigen sowie Studierende in ihrem Unternehmen Abschlussarbeiten (Bachelor-, Master-, Doktorarbeiten) anfertigen lassen.

Ein Flyer kann natürlich nicht alle denkbaren Fallkonstellationen abdecken und muss zudem auf alle Unfallversicherungsträger passen. Insofern werden die wichtigsten Fragen beantwortet und Hinweise auf Regelungen des zuständigen Unfallversicherungsträgers gegeben.

Epoxidharze

[21.01.2022]Epoxidharze sind einer der häufigsten Auslöser berufsbedingter allergischer Hauterkrankungen. Sie finden in den verschiedensten Bereichen Anwendung und sind vielfältig einsetzbar.

Der Arbeitskreis „Epoxidharze“ der DGUV hat für den sicheren Umgang mit Epoxidharzen eine Handlungshilfe auf den Weg gebracht. Nähere Informationen finden Sie auf der Seite der DGUV www.dguv.de/epoxidharze.

Neuerscheinung hochschulrelevanter DGUV Schriften

[16.12.2021] Im Jahr 2020/2021 wurden mehrere DGUV Schriften veröffentlicht, die hochschulrelevante Themen betreffen.

Die DGUV Vorschrift 25 „Überfallprävention“ ersetzt die bisherigen Vorschriften 25 und 26 „Kassen“ sowie die Vorschrift 20 „Spielhallen, Spielcasinos und Automatensäle von Spielbanken“. Erstmals sind auch Verkaufsstellen sowie Kassen und Zahlstellen der öffentlichen Hand in den Geltungsbereich einbezogen.

Die DGUV Regel 109-017 „Betreiben von Lastaufnahmemitteln und Anschlagmitteln im Hebezeugbetrieb“ erläutert Gefährdungen und mögliche Schutzmaßnahmen zum sicheren Betrieb von Lastaufnahmeeinrichtungen. Sie liefert Unternehmern und Unternehmerinnen einen kompakten Überblick bezüglich seiner organisatorischen Pflichten bei der Bereitstellung von Arbeitsmitteln und der Auswahl und Qualifizierung von Beschäftigten. Darüber hinaus erhalten Praktiker und Praktikerinnen Hinweise zur sicheren Verwendung und Prüfung von Lastaufnahme- und Anschlagmitteln.

Die DGUV Regel 109-607 „Branche Metallbau“ bietet praxisgerechte, wirksame Lösungen für den Arbeitsschutz in Metallbaubetrieben als Konkretisierung und in Ergänzung staatlicher Rechtsvorschriften und Regeln. Neben grundsätzlichen Aspekten von betrieblicher Sicherheit und Gesundheit werden unter anderem branchenspezifische Arbeitsschutzlösungen z. B. bezgl. Verwenden von verschiedenen Werkzeugmaschinen und Pressen in Metallbetrieben, Erodieren, Schweißarbeiten, Schleifarbeiten, Lackierarbeiten, Umgang mit Gefahrstoffen, innerbetrieblicher Transport und Arbeiten auf Baustellen gegeben.

In der DGUV Information 201-012 „Emissionsfreie Verfahren nach TRGS 519 für Tätigkeiten an asbesthaltigen Materialien“ wird das Anerkennungsverfahren der gesetzlichen Unfallversicherung für sogenannte „emissionsarme Verfahren“ nach der Technischen Regel für Gefahrstoffe 519 „Asbest – Abbruch-, Sanierungs- oder Instandhaltungsarbeiten“ beschrieben. Damit sind solche Verfahren gemeint, durch die die Asbestfaserkonzentration am Arbeitsplatz im Schichtmittelwert unter 10.000 Fasern /m³ liegt.

In der DGUV Information 203-005 „Auswahl und Betrieb ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel nach Einsatzbedingungen“ werden Kriterien genannt, nach denen die Auswahl elektrischer Betriebsmittel erfolgen kann. In Abhängigkeit von den Umgebungsbedingungen werden Anforderungen an die Betriebsmittel beschrieben, z. B. an die Robustheit der Anschlussleitungen und an den Schutz gegen die Einwirkung von Nässe und Staub. 

Die DGUV Information 205-001 „Betrieblicher Brandschutz in der Praxis“ richtet sich an alle Personen, die für den betrieblichen Brandschutz zuständig sind - insbesondere Unternehmerinnen und Unternehmer, Führungskräfte, Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Brandschutzbeauftragte, Sicherheitsbeauftragte und Beschäftigte. Sie bietet Hilfestellungen und Empfehlungen für den baulichen Brandschutz, für technische und organisatorische Maßnahmen und für das Verhalten aller Akteurinnen und Akteure im Brandfall.

Die DGUV Information 209-022 „Hautschutz an Holz- und Metallarbeitsplätzen“ vermittelt branchenbezogen die wichtigsten Grundlagen zum Thema Hauterkrankungen, Hautgefährdungen und hautgefährdende Arbeitsbedingungen. Sie unterstützt die Arbeitgeber bei der Ermittlung und Beurteilung von Hautgefährdungen an Holz- und Metallarbeitsplätzen. Neben der Substitution, technischen und organisatorischen Maßnahmen wird auf Hintergründe zu persönlichen Schutzmaßnahmen, deren Auswahl und Bereitstellung eingegangen. 

Die DGUV Information 209-023 „Lärm am Arbeitsplatz“ wendet sich an diejenigen, die in den Betrieben dafür verantwortlich sind, Lärm zu mindern oder zu vermeiden. Die Schrift unterstützt außerdem alle Personen, die die Verantwortlichen in den Betrieben im Hinblick auf Gefährdungsbeurteilung, Lärmminderungsmaßnahmen, Auswahl geeigneter Gehörschützer und Organisation der arbeitsmedizinischen Vorsorge beraten.

Die DGUV Information 209-042 „Gefahrstoffe in Schreinereien/Tischlereien und in der Möbelfertigung“ erläutert Gefährdungen und Schutzmaßnahmen bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen, die in Schreinerei-/Tischlereibetrieben und in der Möbelfertigung üblicherweise verwendet werden oder auftreten können oder denen Beschäftigte bei Sanierungsarbeiten ausgesetzt sind. Es werden Maßnahmen beschrieben, die in der Holzbe- und -verarbeitung wirksam und üblich sind und die sich in der Praxis bewährt haben.

Die DGUV Information 213-026 „Sicherheit und Gesundheit im chemischen Hochschulpraktikum“ soll Studierenden Grundwissen für sicheres Arbeiten im chemischen Praktikum vermitteln und sie für einen verantwortungsvollen Umgang mit Gefahrstoffen sensibilisieren, damit sie sich und andere vor gesundheitlichen Gefährdungen bewahren und die Umwelt schützen können. Zugleich informiert diese DGUV Information über das aktuelle Gefahrstoffrecht.

Die DGUV Information 213-106 „Explosionsschutzdokument“ erklärt detailliert, wie ein Explosionsschutzdokument korrekt erstellt werden kann. Sie stellt somit eine praxisorientierte Hilfestellung für Unternehmerinnen und Unternehmer, Fachkräfte für Arbeitssicherheit und andere für die betriebliche Sicherheit und Gesundheit verantwortliche Personen dar.

Der DGUV Grundsatz 315-390 „Prüfung von maschinentechnischen Arbeitsmitteln der Veranstaltungstechnik“ gibt Hinweise zur Umsetzung der Anforderungen, die nach der Betriebssicherheitsverordnung und der DGUV Vorschrift 17 bzw. 18 „Veranstaltungs- und Produktionsstätten für szenische Darstellung“ zu erfüllen sind. Es werden die Qualifikationsanforderungen beschrieben, die mit der Durchführung von Prüfungen beauftragte Personen erfüllen müssen, sowie Festlegungen zur Auswahl von zur Prüfung befähigter Personen dargestellt.

Erste-Hilfe-Kurse in englischer Sprache

[17.06.2021] Die Unternehmen haben für die Sicherstellung einer wirksamen Ersten Hilfe zu sorgen.  Für Hochschulen bedeutet dies, dass bei 2 bis zu 20 anwesenden Versicherten eine Ersthelferin/ein Ersthelfer und bei mehr als 20 anwesenden Versicherten 10 % der Versicherten nach § 2 Absatz 1 Nummer 1 Sozialgesetzbuch Siebtes Buch (SGB VII) als Ersthelfende zur Verfügung stehen müssen  (§ 26 Abs. 1 DGUV Vorschrift 1 „Grundsätze der Prävention“).

Durch den hohen Anteil an internationalen Hochschulakteuren besteht neben dem Bedarf an Erste-Hilfe-Kursen in deutscher Sprache, auch ein Bedarf an englischsprachigen Kursen.

Die Unfallkasse NRW übernimmt die anfallenden Lehrgangsgebühren für die Aus- und Fortbildungskosten auch für Erste-Hilfe-Kurse auf Englisch, sofern diese von einer ermächtigten Stelle durchgeführt werden. Es ist zu beachten, dass die Kurse nur einsprachig durchgeführt werden, also durchgehend in Englisch und dass die Bescheinigung auf Deutsch erteilt wird.

Soweit die durch das Gutscheinsystem abgedeckte Teilnahmegebühr durch die Kosten des englischsprachigen Kurses überschritten werden, sind die entstehenden Mehrkosten von der Hochschule mit der Ausbildungsorganisation direkt abzurechnen. Mehrkosten können von der Unfallkasse NRW nicht übernommen werden.

Projektstart „Bielefelder Fragebogen zu Studienbedingungen und Gesundheit“

[26.04.2021] Zum Auftakt des Sommersemesters freuen sich das Gesundheitsmanagement der Universität Bielefeld und das Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft der Charité Universitätsmedizin Berlin als Kooperationspartnerinnen auf das zum 1. März 2021 neu angelaufene Projekt zum „Bielefelder Fragebogen zu Studienbedingungen und Gesundheit“ hinzuweisen.

Das Projekt wird über eine Laufzeit von 30 Monaten von der Forschungsförderung der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) drittmittelgefördert. Kern dieses Projekts sind bundesweite Befragungen von Studierenden zu ihren Studienbedingungen und ihrer (psychischen) Gesundheit.

Interessierte Hochschulen sind herzlich eingeladen, über fragebogen-studierende@uni-bielefeld.de Kontakt aufzunehmen – weitere Informationen rund um das Projekt, den Fragebogen, das Hochschulnetzwerk und aktuelle Termine finden sich außerdem auf der (im Aufbau befindlichen) Projekthomepage unter www.uni-bielefeld.de/bielefelder-fragebogen-studierende .

Führen auf Distanz - DGUV-Kampagne „kommmitmensch“

In vier von zehn Unternehmen in Deutschland war Homeoffice bisher zumindest für einen Teil der Beschäftigten gang und gäbe. Seit Beginn der Corona-Krise dürfte diese Zahl sprunghaft angestiegen sein. Vor allem jene Unternehmensleitungen, die ihren Mitarbeitenden nun auf die Schnelle Möglichkeiten zum mobilen Arbeiten einräumen müssen oder wollen, absolvieren derzeit unfreiwillig einen Intensivkurs in Sachen Führung auf Distanz.

Auch an den Hochschulen haben sich - insbesondere unter den Corona-Bedingungen - Handlungsbedarfe im Sektor „Führen auf Distanz“ ergeben. Erfahrungen zeigen, dass die üblichen Antennen zur Wahrnehmung des Befindens seines Gegenübers in digitalen Formaten nur eingeschränkt funktionieren. Dies erschwert es der Führungskraft wiederum, die Bedarfe und Schwierigkeiten bis hin zu verdeckten Hilferufen der Mitarbeitenden wahrzunehmen. Dem Handlungsfeld „Führung“, widmet sich die deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) u.a. in Ihrer Kampagne kommmitmensch.

Weiter wertvolle Tipps erhalten Sie hier: „Gut führen aus der Ferne“ und „Herausforderung Homeoffice“.

Auswirkung der Digitalisierung an Hochschulen – Belastungsanalyse mit dem „Bielefelder Fragebogen“

[08.02.2021] Orts- und zeitunabhängiges Lehren, Lernen und Arbeiten bildet einen thematischen Schwerpunkt unter den „neuen Formen der Arbeit“. Dieser hat seit Beginn der Pandemie eine erhebliche Dynamisierung erfahren, wobei die Zielsetzung dabei auf die räumliche Entzerrung und damit auf die Vermeidung persönlicher physischer Kontakte fokussiert war und nach wie vor ist. Dies war und ist ein erheblicher personeller Kraftakt auf Seiten der Lehrenden. Inhalte, Methodik, Didaktik und Technik, die sonst in langwierigen Prozessen entwickelt und getestet werden, sind als Provisorien in den Realbetrieb gegangen. Dies führt zu Stress auf allen Seiten. Bei Lernenden und Lehrenden sowie bei deren Mitarbeitenden, die häufig die Zuarbeit „just in time“ liefern müssen. Plötzlich war die Hochschule ein riesiges digitales Lehr- und Lernlabor – und ist es auch weiterhin. Denn wer im zweiten „Corona-Semester“ auf Entspannung gehofft hat, ist inzwischen eines Besseren belehrt und das dritte steht uns womöglich bevor. Die Belastung der Lehrenden im Umstellungsprozess ist nach wie vor enorm. Gab es am Anfang noch eine hohe Akzeptanz auf Seiten der Studierenden für improvisierte Lösungen, lässt diese inzwischen nach, weil es anders als beim Lockdown im März einen zeitlichen Vorlauf für die Gestaltung des digitalen Lehrangebots im WS 2020/21 gegeben hat.

Der oben skizzierte Themenbereich erfordert eine genaue Erhebung der Verhältnisse sowie einer Analyse von Stärken, Schwächen und Ressourcen um dann gezielt Maßnahmen abzuleiten, umzusetzen und weiter zu entwickeln. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) hat hierzu die Weiterentwicklung und Anwendung des „Bielefelder Fragebogens“ im Rahmen des Projekts der DGUV Forschungsförderung „Gesund und sicher an Hochschulen mit dem Bielefelder Verfahren - Belastungen analysieren - Maßnahmen evaluieren - Prävention sichern“ unterstützt (Projekt-Nr. FF-FP 0398). Dieses Verfahren wird im Netzwerk der teilnehmenden Hochschulen unter Federführung der Universität Bielefeld kontinuierlich weiterentwickelt und wurde bereits vor Ausbruch der Epidemie um Items zur Auswirkung der Digitalisierung an Hochschulen ergänzt. Wiederholungsbefragungen werden hier wertvolle Hinweise auf die Auswirkungen der aktuellen Situation auf die Gesundheit der Beschäftigten liefern.

16. Satzungsänderung der Unfallkasse NRW veröffentlicht Versicherungsschutz für Doktoranden oder Diplomanden (einschließlich Anwärter auf einen Bachelor oder Master)

Am 16.12.2020 wurde im Gesetz- und Verordnungsblatt NRW die o.a. Satzungsänderung veröffentlicht (GV.NRW. S. 1210). Sie enthält eine Erweiterung des Kreises der versicherten Personen in der Versicherung kraft Satzung als Aufenthaltsversicherung nach 5 Abs. 3 der Satzung mit Wirkung zum 01.01.2021 und eine deklaratorische Ergänzung des gesetzlich versicherten Personenkreises  in § 4 Satz 2 Nr. 15 c) der Satzung rückwirkend zum 01.07.2020 entsprechend § 2 Absatz 1 Nr. 15 d) SGB VII sowie deren beitragsrechtliche Umsetzungen.

§ 5 Absatz 3 Satz 1 wird wie folgt gefasst:
„Doktoranden oder Diplomanden (einschließlich Anwärter auf einen Bachelor oder Master), die sich erlaubterweise im Auftrag oder mit Zustimmung der Hochschule auf der Stätte der Hochschule oder des mit ihr kooperierenden Universitätsklinikums (§ 31a Absatz 1 Buchstabe a Hochschulgesetz) zu Forschungszwecken oder zu sonstigen Zwecken in Bezug auf Angelegenheiten der von ihnen zu fertigenden wissenschaftlichen Arbeiten aufhalten, sind während ihres dortigen Aufenthaltes gegen die Folgen von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten versichert, soweit sie nicht schon nach anderen Vorschriften der Versicherung unterliegen (§ 3 Absatz 1 Nummer 2 SGB VII).“

Rucksack statt Tasche für Laptop oder Notebook

Rückenschmerzen gelten als Volkskrankheit Nummer eins; mehr als zwei Drittel aller Deutschen leiden im Laufe ihres Lebens mindestens einmal darunter. Auch für viele Studierende sind Schmerzen und Verspannungen ein Thema, häufig verursacht durch langes Sitzen, Stress oder ergonomisch ungünstige Arbeitsplätze in Hörsälen, Bibliotheken und zu Hause.
Doch das muss nicht so sein. Rückenfreundliches Studieren ist möglich, und das mit nur geringem Aufwand. Die Unfallkasse Nordrhein-Westfalen rät:

  • Rucksack statt Tasche für Laptop oder Notebook – wer diese Geräte den lieben langen Tag schleppt, sollte das Gewicht gleichmäßig auf dem Rücken verteilen. Ein Rucksack bietet zudem Stauraum für Unterlagen, Bücher und Kleinkram. Tipp: Bücher, Laptop und andere schwere Gegenstände rückennah in den Rucksack packen.

  • Bewegung beugt Rückenschmerzen vor. Wer wenig Zeit hat, findet hier ein Plakat mit gezielten Ausgleichsübungen. Bewegte Entspannung hilft, wenn Stress und Überlastung Gründe für Rückenbeschwerden sind. Gute Beispiele sind Yoga, QiGong und Wassergymnastik.

  • Mal die Lage wechseln: Auf dem Sofa lümmelnd Vokabeln lernen, auf der Decke im Park Formeln pauken, die Fensterbank als Pult nutzen – Abwechslung tut dem Rücken gut.

  • Im häuslichen Arbeitszimmer stehen Bücherregale, häufig benutzte Ordner, Drucker und Papierkorb so im Raum, dass sie im Sitzen nicht erreichbar sind. Das zwingt zu häufigem Aufstehen und zum Gehen kurzer Wege.


www.deinruecken.de
Weitere Informationen rund um den gesunden Rücken bietet die Präventionskampagne „Denk an mich. Dein Rücken“. Träger der Kampagne sind die Berufsgenossenschaften und Unfallkassen, die Knappschaft und der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau. Die Kampagne hat das Ziel, Rückenbelastungen bei der Arbeit, in Schule und Freizeit zu verringern.

Diese Pressemeldung ist können Sie hier auch als PDF herunterladen.

Laborsicherheitsfilm "Alles wird besser" jetzt auch in englischer Sprache

Verantwortliche aus Laboratorien, die Unterweisungen für Studierende oder Beschäftigte durchführen, kennen oftmals den als Unterweisungshilfsmittel bekannten Laborsicherheitsfilm „Alles wird gut“.

Dieser etablierte Unterweisungsfilm wurde in einer aktualisierten und an den heutigen Stand der Technik angepassten Variante vom Institut für Anorganische Chemie der Universität Kiel neu produziert. Die englische Fassung ist nun ebenfalls online frei verfügbar und kann im Internet angesehen werden:

Die deutsche Fasseung: Alles wird besser

Die englische Fasseung: Alles wird besser

Kurzvideo zum Thema „Unfallversicherungsschutz für Studierende“

Auf dem YouTube-Kanal der Unfallkasse NRW können Sie ab sofort ein Kurzvideo zum Thema „Unfallversicherungsschutz für Studierende“ aufrufen.
Interessierten Hochschulen wird der Film auf Anfrage auch zur Einbindung in die eigene Webseite zur Verfügung gestellt.
Anschauen können Sie das Video auch hier: Video

Ihre Ansprechpartnerin bei der Unfallkasse NRW ist:
Nil Yurdatap
Stabsstelle Kommunikation
Moskauer Straße 18
40227 Düsseldorf
Tel.: 0211-9024-1406
n.yurdatap@unfallkasse-nrw.de

Fragen zum Versicherungsschutz

3 Artikel zum Versicherungsschutz

Veranstaltung „Online Netzüberwachung“ an der Universität Duisburg-Essen

In vielen Bereichen von Hochschulen, wie zum Beispiel Rechenzentren, Telefonzentralen oder Laboratorien, können elektrische Betriebsmittel nutzungs- bzw. verfahrensbedingt -eigens zur Prüfung nach der Unfallverhütungsvorschrift „Elektrische Anlagen und Betriebsmittel“ GUV-V A 3- nicht von der Spannungsversorgung getrennt werden. Die Veranstaltung „Online Netzüberwachung“ zeigte ein Verfahren auf, bei dem die Überwachung der Sicherheit  elektrischer Betriebsmittel im Rahmen einer Permanentüberwachung ermöglicht werden kann.
Eine praktische Anschauung der „Online Netzüberwachung“ konnte im Rahmen einer Tagesveranstaltung an der Universität Duisburg-Essen im NETZ-Gebäude gegeben werden.

Weitergehende Informationen können Sie den folgenden Dokumenten entnehmen:

Vortrag SV Otto

Aufbau der Stromversorgung im Netz

Neue Verbraucher

Wegfall der Beteiligung der Arbeitsschutzverwaltung im Baugenehmigungsverfahren

Mit Erlass vom 08.März 2013, Az.: VI A3-100 hat das Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen erklärt, dass die Beteiligung der für Fragen des Arbeitsschutzes zuständigen Behörden im Baugenehmigungsverfahren nicht mehr erfolgt.

Dementsprechend ist daher zukünftig in der Weise zu verfahren, dass die Bauaufsichtsbehörden Baugenehmigungen ohne Beteiligung der für den Arbeitsschutz zuständigen Behörden mit dem Hinweis erteilen, dass die Belange des Arbeitsschutzes von den Bauherrinnen und Bauherren zu beachten sind. Entsprechend den §§ 3 und 6 des Arbeitssicherheitsgesetzes können die Bauherrinnen und Bauherren bei der Erfüllung der Anforderungen des Arbeitsschutzes auf die Beratung von Betriebsärzten/innen und Sicherheitsfachkräften zurückgreifen.