Führen auf Distanz - DGUV-Kampagne „kommmitmensch“

In vier von zehn Unternehmen in Deutschland war Homeoffice bisher zumindest für einen Teil der Beschäftigten gang und gäbe. Seit Beginn der Corona-Krise dürfte diese Zahl sprunghaft angestiegen sein. Vor allem jene Unternehmensleitungen, die ihren Mitarbeitenden nun auf die Schnelle Möglichkeiten zum mobilen Arbeiten einräumen müssen oder wollen, absolvieren derzeit unfreiwillig einen Intensivkurs in Sachen Führung auf Distanz.

Auch an den Hochschulen haben sich - insbesondere unter den Corona-Bedingungen - Handlungsbedarfe im Sektor „Führen auf Distanz“ ergeben. Erfahrungen zeigen, dass die üblichen Antennen zur Wahrnehmung des Befindens seines Gegenübers in digitalen Formaten nur eingeschränkt funktionieren. Dies erschwert es der Führungskraft wiederum, die Bedarfe und Schwierigkeiten bis hin zu verdeckten Hilferufen der Mitarbeitenden wahrzunehmen. Dem Handlungsfeld „Führung“, widmet sich die deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) u.a. in Ihrer Kampagne kommmitmensch.

Weiter wertvolle Tipps erhalten Sie hier: „Gut führen aus der Ferne“ und „Herausforderung Homeoffice“.

Auswirkung der Digitalisierung an Hochschulen – Belastungsanalyse mit dem „Bielefelder Fragebogen“

[08.02.2021] Orts- und zeitunabhängiges Lehren, Lernen und Arbeiten bildet einen thematischen Schwerpunkt unter den „neuen Formen der Arbeit“. Dieser hat seit Beginn der Pandemie eine erhebliche Dynamisierung erfahren, wobei die Zielsetzung dabei auf die räumliche Entzerrung und damit auf die Vermeidung persönlicher physischer Kontakte fokussiert war und nach wie vor ist. Dies war und ist ein erheblicher personeller Kraftakt auf Seiten der Lehrenden. Inhalte, Methodik, Didaktik und Technik, die sonst in langwierigen Prozessen entwickelt und getestet werden, sind als Provisorien in den Realbetrieb gegangen. Dies führt zu Stress auf allen Seiten. Bei Lernenden und Lehrenden sowie bei deren Mitarbeitenden, die häufig die Zuarbeit „just in time“ liefern müssen. Plötzlich war die Hochschule ein riesiges digitales Lehr- und Lernlabor – und ist es auch weiterhin. Denn wer im zweiten „Corona-Semester“ auf Entspannung gehofft hat, ist inzwischen eines Besseren belehrt und das dritte steht uns womöglich bevor. Die Belastung der Lehrenden im Umstellungsprozess ist nach wie vor enorm. Gab es am Anfang noch eine hohe Akzeptanz auf Seiten der Studierenden für improvisierte Lösungen, lässt diese inzwischen nach, weil es anders als beim Lockdown im März einen zeitlichen Vorlauf für die Gestaltung des digitalen Lehrangebots im WS 2020/21 gegeben hat.

Der oben skizzierte Themenbereich erfordert eine genaue Erhebung der Verhältnisse sowie einer Analyse von Stärken, Schwächen und Ressourcen um dann gezielt Maßnahmen abzuleiten, umzusetzen und weiter zu entwickeln. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) hat hierzu die Weiterentwicklung und Anwendung des „Bielefelder Fragebogens“ im Rahmen des Projekts der DGUV Forschungsförderung „Gesund und sicher an Hochschulen mit dem Bielefelder Verfahren - Belastungen analysieren - Maßnahmen evaluieren - Prävention sichern“ unterstützt (Projekt-Nr. FF-FP 0398). Dieses Verfahren wird im Netzwerk der teilnehmenden Hochschulen unter Federführung der Universität Bielefeld kontinuierlich weiterentwickelt und wurde bereits vor Ausbruch der Epidemie um Items zur Auswirkung der Digitalisierung an Hochschulen ergänzt. Wiederholungsbefragungen werden hier wertvolle Hinweise auf die Auswirkungen der aktuellen Situation auf die Gesundheit der Beschäftigten liefern.

16. Satzungsänderung der Unfallkasse NRW veröffentlicht Versicherungsschutz für Doktoranden oder Diplomanden (einschließlich Anwärter auf einen Bachelor oder Master)

Am 16.12.2020 wurde im Gesetz- und Verordnungsblatt NRW die o.a. Satzungsänderung veröffentlicht (GV.NRW. S. 1210). Sie enthält eine Erweiterung des Kreises der versicherten Personen in der Versicherung kraft Satzung als Aufenthaltsversicherung nach 5 Abs. 3 der Satzung mit Wirkung zum 01.01.2021 und eine deklaratorische Ergänzung des gesetzlich versicherten Personenkreises  in § 4 Satz 2 Nr. 15 c) der Satzung rückwirkend zum 01.07.2020 entsprechend § 2 Absatz 1 Nr. 15 d) SGB VII sowie deren beitragsrechtliche Umsetzungen.

§ 5 Absatz 3 Satz 1 wird wie folgt gefasst:
„Doktoranden oder Diplomanden (einschließlich Anwärter auf einen Bachelor oder Master), die sich erlaubterweise im Auftrag oder mit Zustimmung der Hochschule auf der Stätte der Hochschule oder des mit ihr kooperierenden Universitätsklinikums (§ 31a Absatz 1 Buchstabe a Hochschulgesetz) zu Forschungszwecken oder zu sonstigen Zwecken in Bezug auf Angelegenheiten der von ihnen zu fertigenden wissenschaftlichen Arbeiten aufhalten, sind während ihres dortigen Aufenthaltes gegen die Folgen von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten versichert, soweit sie nicht schon nach anderen Vorschriften der Versicherung unterliegen (§ 3 Absatz 1 Nummer 2 SGB VII).“

Rucksack statt Tasche für Laptop oder Notebook

Rückenschmerzen gelten als Volkskrankheit Nummer eins; mehr als zwei Drittel aller Deutschen leiden im Laufe ihres Lebens mindestens einmal darunter. Auch für viele Studierende sind Schmerzen und Verspannungen ein Thema, häufig verursacht durch langes Sitzen, Stress oder ergonomisch ungünstige Arbeitsplätze in Hörsälen, Bibliotheken und zu Hause.
Doch das muss nicht so sein. Rückenfreundliches Studieren ist möglich, und das mit nur geringem Aufwand. Die Unfallkasse Nordrhein-Westfalen rät:

  • Rucksack statt Tasche für Laptop oder Notebook – wer diese Geräte den lieben langen Tag schleppt, sollte das Gewicht gleichmäßig auf dem Rücken verteilen. Ein Rucksack bietet zudem Stauraum für Unterlagen, Bücher und Kleinkram. Tipp: Bücher, Laptop und andere schwere Gegenstände rückennah in den Rucksack packen.

  • Bewegung beugt Rückenschmerzen vor. Wer wenig Zeit hat, findet hier ein Plakat mit gezielten Ausgleichsübungen. Bewegte Entspannung hilft, wenn Stress und Überlastung Gründe für Rückenbeschwerden sind. Gute Beispiele sind Yoga, QiGong und Wassergymnastik.

  • Mal die Lage wechseln: Auf dem Sofa lümmelnd Vokabeln lernen, auf der Decke im Park Formeln pauken, die Fensterbank als Pult nutzen – Abwechslung tut dem Rücken gut.

  • Im häuslichen Arbeitszimmer stehen Bücherregale, häufig benutzte Ordner, Drucker und Papierkorb so im Raum, dass sie im Sitzen nicht erreichbar sind. Das zwingt zu häufigem Aufstehen und zum Gehen kurzer Wege.


www.deinruecken.de
Weitere Informationen rund um den gesunden Rücken bietet die Präventionskampagne „Denk an mich. Dein Rücken“. Träger der Kampagne sind die Berufsgenossenschaften und Unfallkassen, die Knappschaft und der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau. Die Kampagne hat das Ziel, Rückenbelastungen bei der Arbeit, in Schule und Freizeit zu verringern.

Diese Pressemeldung ist können Sie hier auch als PDF herunterladen.

Laborsicherheitsfilm "Alles wird besser" jetzt auch in englischer Sprache

Verantwortliche aus Laboratorien, die Unterweisungen für Studierende oder Beschäftigte durchführen, kennen oftmals den als Unterweisungshilfsmittel bekannten Laborsicherheitsfilm „Alles wird gut“.

Dieser etablierte Unterweisungsfilm wurde in einer aktualisierten und an den heutigen Stand der Technik angepassten Variante vom Institut für Anorganische Chemie der Universität Kiel neu produziert. Die englische Fassung ist nun ebenfalls online frei verfügbar und kann im Internet angesehen werden:

Die deutsche Fasseung: Alles wird besser

Die englische Fasseung: Alles wird besser

Kurzvideo zum Thema „Unfallversicherungsschutz für Studierende“

Auf dem YouTube-Kanal der Unfallkasse NRW können Sie ab sofort ein Kurzvideo zum Thema „Unfallversicherungsschutz für Studierende“ aufrufen.
Interessierten Hochschulen wird der Film auf Anfrage auch zur Einbindung in die eigene Webseite zur Verfügung gestellt.
Anschauen können Sie das Video auch hier: Video

Ihre Ansprechpartnerin bei der Unfallkasse NRW ist:
Nil Yurdatap
Stabsstelle Kommunikation
Sankt-Franziskus-Str. 146
40470 Düsseldorf
Tel.: 0211-9024-1406
n.yurdatap@unfallkasse-nrw.de

Fragen zum Versicherungsschutz

3 Artikel zum Versicherungsschutz

Veranstaltung „Online Netzüberwachung“ an der Universität Duisburg-Essen

In vielen Bereichen von Hochschulen, wie zum Beispiel Rechenzentren, Telefonzentralen oder Laboratorien, können elektrische Betriebsmittel nutzungs- bzw. verfahrensbedingt -eigens zur Prüfung nach der Unfallverhütungsvorschrift „Elektrische Anlagen und Betriebsmittel“ GUV-V A 3- nicht von der Spannungsversorgung getrennt werden. Die Veranstaltung „Online Netzüberwachung“ zeigte ein Verfahren auf, bei dem die Überwachung der Sicherheit  elektrischer Betriebsmittel im Rahmen einer Permanentüberwachung ermöglicht werden kann.
Eine praktische Anschauung der „Online Netzüberwachung“ konnte im Rahmen einer Tagesveranstaltung an der Universität Duisburg-Essen im NETZ-Gebäude gegeben werden.

Weitergehende Informationen können Sie den folgenden Dokumenten entnehmen:

Vortrag SV Otto

Aufbau der Stromversorgung im Netz

Neue Verbraucher

Wegfall der Beteiligung der Arbeitsschutzverwaltung im Baugenehmigungsverfahren

Mit Erlass vom 08.März 2013, Az.: VI A3-100 hat das Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen erklärt, dass die Beteiligung der für Fragen des Arbeitsschutzes zuständigen Behörden im Baugenehmigungsverfahren nicht mehr erfolgt.

Dementsprechend ist daher zukünftig in der Weise zu verfahren, dass die Bauaufsichtsbehörden Baugenehmigungen ohne Beteiligung der für den Arbeitsschutz zuständigen Behörden mit dem Hinweis erteilen, dass die Belange des Arbeitsschutzes von den Bauherrinnen und Bauherren zu beachten sind. Entsprechend den §§ 3 und 6 des Arbeitssicherheitsgesetzes können die Bauherrinnen und Bauherren bei der Erfüllung der Anforderungen des Arbeitsschutzes auf die Beratung von Betriebsärzten/innen und Sicherheitsfachkräften zurückgreifen.