Gefährdungsbeurteilung

Im § 5 verpflichtet das Arbeitsschutzgesetzes (ArbSchG) alle Arbeitgeber zur Durchführung einer Gefährdungsbeurteilung: Durch eine Beurteilung der für die Beschäftigten mit ihrer Arbeit verbundenen Gefährdung muss ermittelt werden, welche Arbeitsschutzmaßnahmen erforderlich sind. Diese Verpflichtung wird in zahlreichen weiteren Rechtsvorschriften um spezielle Aspekte des Arbeitsschutzes konkretisiert.

Wie die Gefährdungsbeurteilung durchzuführen ist, ist nicht detailliert festgeschrieben, es werden nur Grundsätze benannt. Hinzu kommt die Pflicht des Arbeitgebers, den Prozess zu dokumentieren. Was mindestens zu dokumentieren ist, regelt der § 6 ArbSchG.

Die Unfallkasse NRW unterstützt ihre Mitgliedsbetriebe durch ein Softwareprodukt, das von der Unfallversicherung Bund und Bahn entwickelt wurde und durch eine Länderarbeitsgruppe an die Spezifika der Kommunen und Landesbehörden angepasst wird: die „Handlungshilfe zur Beurteilung der Arbeitsbedingungen“, kurz: Handlungshilfe (HH). Vorteile bei der Verwendung der Handlungshilfe sind die systematische Erfassung von Gefährdungen, Lösungsvorschläge bei der Auswahl von Maßnahmen und Rechtssicherheit bei der Angemessenheit der Gefährdungsbeurteilung. Durch Inhaltsupdates wird die Software auf dem aktuellen Stand der Rechtsvorschriften gehalten.

Bei sehr kleinen Einrichtungen mit wenigen Arbeitsplätzen oder bei der Beurteilung von besonderen Tätigkeiten ist die Einarbeitung in eine Software häufig zu aufwändig. Alternativ bietet sich das „Praxisseminar zur Gefährdungsbeurteilung“ der Unfallkasse NRW an. Hier wird an holz- bzw. metallverarbeitenden Maschinen ein Verfahren erläutert, mit dem unter Beteiligung der Beschäftigten Gefährdungen ermittelt und anschließend beurteilt werden können.

Seminare hierzu finden Sie bereichsübergreifend unter dem Punkt „Maschinen und Geräte“.