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Gewalt

Beschäftigte, die Kontakt zu Kundinnen und Kunden haben und für andere Menschen tätig sind (Rettungsdienst, Pflegeeinrichtungen, Jobcenter, Verkehrsüberwachung usw.) erleben häufig Gewalt in unterschiedlicher Form. Gewalt ist nicht auf den Kontakt mit Dritten beschränkt, sondern kann auch innerbetrieblich unter Kolleginnen und Kollegen auftreten.  

Im schlimmsten Fall gehören Gewaltereignisse zum beruflichen Alltag.
 

Zu Gewaltereignissen zählen nicht nur Handlungen wie körperliche Angriffe, sondern beispielsweise auch Nötigung, (Cyber-)Mobbing, Diskriminierung, sexuelle Belästigung und Drohungen. Diese Handlungen können körperlich, verbal oder nonverbal durch Gestik oder Mimik oder auch im virtuellen Raum erfolgen. 

Gewaltereignisse können als Folgen körperliche Verletzungen haben. Häufig wirken sich solche Ereignisse auch auf die Psyche der Betroffenen aus, diese Beeinträchtigungen werden oftmals unterschätzt.

Auswirkungen können auch für den Betrieb/das Unternehmen spürbar werden:

  • Vermeidungsverhalten
  • sozialer Rückzug, Distanzierung
  • Auswirkungen auf das Arbeitsklima
  • Ausfall von Personal
  • erhöhte Fluktuation
  • Frühverrentung

Um ihre Beschäftigten vor Gewaltereignissen zu schützen, ist es wichtig, dass die Unternehmensleitung Strukturen schafft und ein Präventionskonzept entwickelt. Um die Nachsorge von Betroffenen zu sichern, sollte ein Notfallkonzept erarbeitet werden.

Hintergründe und Ursachen für Gewalt sind vielfältig. In der Regel wirken mehrere Ursachen zusammen, wenn es zu Gewaltereignissen kommt. Zur effektiven Prävention von Gewalt sollten daher möglichst viele Faktoren berücksichtigt werden.

Mit Hilfe der Gefährdungsbeurteilung können die Arbeitsbereiche bzw. Tätigkeiten identifiziert werden, in denen Gewaltereignisse gehäuft vorkommen, und erforderliche Maßnahmen abgeleitet werden. 

Portale

www.gesundheitsdienstportal.de/gewaltpraevention 

www.sichere-feuerwehr.de/feuerwehr/taetigkeiten-fw/gewalt-und-aggression 

https://www.sicherer-rettungsdienst.de/rettungswache/taetigkeiten/gewalt-und-aggression

 

Präventionsnetzwerk #sicherimdienst

https://www.sicherimdienst.nrw/

Herausgeber: Ministerium des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen

 

Medien

S_023 Patientenuebergriffe

DGUV Information 206-015 „Alles für den Kunden? Arbeitsbelastungen und Bedrohungen an Arbeitsplätzen mit Kundenkontakt“ 

DGUV Information 207-025 „Prävention von Gewalt und Aggression gegen Beschäftigte im Gesundheitsdienst und in der Wohlfahrtspflege

DGUV (2020) Kulturdialoge: Prävention - Dialogkarten zum Thema Gewalt.

Bezirksregierung Münster. Gewalt gegen Lehrkräfte

Gesetz über die Beseitigung von Gewalt und Belästigung in der Arbeitswelt

Abschlussbericht: Gewalt gegen Einsatzkräfte

 

Seminare

Ausbildung von betrieblichen psychologischen Erstbetreuenden (bpE) bei traumatischen Ereignissen

Traumatische Ereignisse im Job - Bausteine betrieblicher Nachsorgekonzepte

Gewaltprävention in Verwaltungen

Ausbildung zum Deeskalationstrainer (UK NRW)

BÜB - Seminar für Betreuerinnen und Betreuer von Überfallbetroffenen (Sparkassen)

Vermeidung von Übergriffen im Gesundheitsdienst - Einführung in die Deeskalation
…für Schulen

Schulische Gewaltprävention in der Sekundarstufe I und II
Theater Till



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