Gefahrstoffe in Exponaten

In der Vergangenheit wurden zahlreiche Kunst und Kulturgüter zum Erhalt und zum Schutz vor Verfall und Schädlingen mit unterschiedlichsten Stoffen und Gemischen konserviert und restauriert. Vor allem in der Vergangenheit eingesetzte biozide Wirkstoffe und Holzschutzmittel besitzen gesundheitsschädliche Eigenschaften und haben nur eine geringe Flüchtigkeit. Diese als Gefahrstoffe eingestuften Stoffe sind auch heute noch in vielen Exponaten vorhanden, spalten noch Jahre nach der Behandlung Verbindungen ab und geben diese in die Raumluft ab. Eine erhöhte Belastung weisen insbesondere Objekte aus organischen Materialien, wie z. B. Tierpräparate, Federobjekte, Textilien und Holzobjekte, auf.

Die neue Handlungshilfe unterstützt die Verantwortlichen in den Museen bei der Beurteilung der Gefährdungen durch gefahrstoffhaltige Kunst- und Kulturgüter in Ausstellungsräumen, Depots und in den Restaurierungswerkstätten. Dabei muss zwischen Innenraumbelastungen durch den Aufenthalt im Museum und Tätigkeiten an oder mit gefahrstoffbelasteten Exponaten unterschieden werden. Ergänzt wird die Handlungshilfe um eine Übersicht möglicher anorganischer Kontaminationen. Zu einem späteren Zeitpunkt werden noch mögliche organische Kontaminationen ergänzt.