Epoxidharze

In den Restaurierungswerkstätten und auch an archäologischen Fundorten werden Epoxidharze für Abgüsse und Formungen, z. B. für die Gestaltung musealer Landschaften, zum Kleben oder Ersetzen von Teilen in halbzerfallenen Fundstücken aus Holz, Metall, Glas, Ton, oder auch Marmor verwendet.

Inhaltsstoffe von Epoxidharzen haben sensibilisierende Eigenschaften. Bei ungeeigneter Arbeitsweise kann der Verarbeiter sensibilisiert werden, danach kann es zu allergischen Reaktionen in Form von Hautausschlägen kommen, vor allem beim Kontakt mit nicht ausgehärteten Epoxidharzen.

Das Institut für Arbeitsschutz (IFA) der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) hat in seinem Internetauftritt zahlreiche Informationen und Hilfen zum Umgang mit Epoxidharzen zusammengestellt.

Weiterhin wird ein Gemischrechner für Epoxidharzsysteme des Arbeitskreis Epoxidharz-Inhaltsstoffe (AK EIS) c/o Forschungs- und Beratungsinstitut Gefahrstoffe GmbH (FoBiG) zur Ermittlung und zum Vergleich der sensibilisierenden Wirkstärke von Stoffen und Gemischen zur Verfügung gestellt, um die Anwender von Epoxidharzsystemen bei der Ermittlung weniger sensibilisierender Gemische zu unterstützen.

Im Rahmen des von der DGUV geförderten Projekts "Prävention von Berufsdermatosen bei Auszubildenden mit Kontakt zu Epoxidharzen (EpoxSafe@School 1.0)" wurden von der Abteilung Dermatologie, Umweltmedizin und Gesundheitstheorie am Institut für Gesundheitsforschung und Bildung (IGB) der Universität Osnabrück Unterrichtsmaterialen entwickelt, um Schülerinnen und Schülern die notwendigen Schutzmaßnahmen zum sicheren Umgang mit Epoxidharzen zu vermitteln. Sie können im Schulportal „Lernen und Gesundheit“ der DGUV abgerufen werden.

Für Fragen zum Einsatz von Epoxidharzen in der Restaurierung und zum Gemischrechner steht Ihnen auch Dipl. Chemikerin Uta Köhler (Tel. 0211 2808-1283, u.koehler@unfallkasse-nrw.de) als Ansprechpartnerin zur Verfügung.