Unfallkasse NRW hilft Zähne von Kindern zu retten

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[01.02.2016] Die Unfallkasse NRW verschickt in dieser Woche an alle Förderschulen und alle bisher noch nicht bedachten Schulen im Primarbereich eine Zahnrettungsbox. Gemeinsam mit den Grundschulen, die bereits Ende des vergangenen Jahres beliefert wurden, sind nun alle Schulen mit Primarstufe in NRW mit einer Zahnrettungsbox versorgt.

Eine spezielle Nährlösung in der Zahnrettungsbox sorgt dafür, dass die empfindlichen Zellen an der Zahnwurzel bis zu 48 Stunden erhalten bleiben und nicht absterben. So wird die beste Grundlage dafür geschaffen, ausgeschlagene Zähne oder Zahnbruchstücke aussichtsreich wieder in den Kiefer einzusetzen.

Denn schnell ist es passiert: im Sportunterricht oder beim Toben auf dem Pausenhof wird beim unglücklichen Zusammenprall ein Zahn ausgeschlagen. Langwierige Folgen für die Zahngesundheit mit vielen Besuchen beim Zahnarzt und sogar psychische Schäden sind dann nicht selten. Denn Zahnersatz ist wegen des Kieferwachstums bei Kindern nie eine dauerhafte Lösung. Viele leiden daher bis in das Erwachsenenalter an den Folgeschäden.

"Dieses Leid möchten wir den Kindern ersparen", so Birgit Morgenstern, Projektleiterin bei der Unfallkasse NRW. "Viele wissen nicht, das ausgeschlagene Zähne oder Zahnbruchstücke wieder in den Kiefer eingesetzt werden können. Voraussetzung ist, dass der Zahn schnell und richtig zum Zahnchirurgen transportiert wird." Damit dies gelingt hat die Unfallkasse NRW nun ihre Aktion mit den Zahnrettungsboxen einschließlich umfangreichem Informationsmaterial ausgeweitet.

Nach Nutzung der Zahnrettungsbox nach einem Schülerunfall wird kostenlos ein Ersatz zur Verfügung gestellt. 

Im Jahr 2015 wurden der Unfallkasse NRW mehr als 6.000 Unfälle von 6- bis 11- jährigen Schülern mit Zahnbeteiligung gemeldet. Das sind nahezu 50 Prozent aller der Unfallkasse NRW bekanntgewordenen Schülerzahnunfälle. Die Entschädigungsleistungen in diesem Bereich lagen bei mehr als 500.000 Euro – Tendenz steigend.

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