Pflege: Wenn der Rücken Alarm schlägt

[02.10.2015] Quälende Schmerzen im Rücken, ein verspannter Nacken - viele Menschen, die einen Angehörige pflegen, kennen diese Beschwerden. Aber oft sehen sie kaum eine Möglichkeit, etwas für sich und ihre Gesundheit zu tun. Denn die Pflege fordert sie ständig.

Rückenschmerzen als Signal ernst nehmen

Wenn der Rücken schmerzt, reagiert er auf körperliche, aber auch psychische Belastung; selbst Stress macht sich über das vegetative Nervensystem häufig als Rückenschmerz bemerkbar. Und wer pflegt, muss meist beides verkraften: körperliche Schwerarbeit und das Gefühl, ständig für die Pflege bereit sein zu müssen. Mit dem Schmerz schlägt der Rücken Alarm. Dieses Signal sollte ernst genommen werden, denn Rückenbeschwerden können schnell chronisch werden.

Konkrete Entlastung suchen
Die Unfallkasse Nordrhein-Westfalen rät, konkrete Entlastung zu suchen. Das heißt: z. B. einen Pflegekurs zu besuchen und rückengerechtes Arbeiten zu lernen. Oder Hilfsmittel zu beantragen, etwa einen Lifter, der das Anheben der zu pflegenden Person ermöglicht und so den Rücken des Pflegenden entlastet. Oder die Verteilung der Arbeit auf mehrere Schultern zu organisieren. Das alles trägt dazu bei, sich den Pflegealltag leichter zu machen. Doch den Alarm ernst zu nehmen, heißt auch, sich selbst Gutes zu tun und den Rücken zu stärken. Seine Muskulatur zu dehnen und zu kräftigen.

Dafür reichen oft schon einfache gymnastische Übungen. Regelmäßig ausgeführt, können sie Verspannungen lindern. Ein Plakat mit solchen Rückenübungen für zwischendurch bietet die Aktion DAS SICHERE HAUS (DSH) an, mit der die Unfallkasse eng zusammenarbeitet. Das kostenfreie Plakat „Wenn häusliche Pflege dem Rücken schadet“ kann hier heruntergeladen werden. Ausgleichsübungen finden sich hier.

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