Pressemitteilungen der Unfallkasse NRW

Frühjahrs-Check für das Fahrrad

[27.02.2013] Anfang März, die Wintermonate sind vorbei und die Tage werden wieder länger. Die Sonne lockt zu ersten Radtouren. Es scheint auch zumutbar, wieder mit dem Fahrrad zur Arbeit und zur Schule oder zum Einkaufen zu fahren.
Damit wird es Zeit, die Familienfahrräder auf Hochglanz zu bringen, die Ketten zu schmieren, Licht und Bremsen zu prüfen. Das gilt besonders für Kinderräder, denn die Kinder sitzen im Frühjahr meistens als erste wieder auf dem Sattel.

Die Unfallkasse NRW rät, beim Check-up auf diese Punkte zu achten:
  • Licht: funktionierende Beleuchtung vorne und hinten – sei es mit Dynamo, Nabendynamo, Halogen- oder Leuchtdioden (LEDs). Alle Kabel sind intakt und fest mit Dynamo und Leuchten verbunden. Das Rücklicht hat idealerweise eine Standfunktion.
  • Reflektoren: je zwei gelbe an den Pedalen, zwei gelbe Rückstrahler pro Laufrad, ein weißer Großrückstrahler vorne, ein roter hinten. In das Rücklicht ist ein roter großflächiger Reflektor integriert. Eine dünne Seifenlauge macht Leuchten und Reflektoren schnell sauber.
  • Bremsen: Die Felgenbremsen liegen optimal am Rad an. Sie haben ein tiefes Profil und packen bei Bedarf kräftig zu. Die Vorderbremse sollte jedoch nicht so stark greifen, dass das Kind bei einem plötzlichen Stopp über den Lenker fliegt und sich verletzt. Bremszüge sind ohne Mängel; der Bremszug erfordert keinen großen Kraftaufwand. Ein Bremszug mit geknickten oder nicht miteinander verdrillten Drähtchen gehört ausgewechselt.
  • Sattelhöhe: optimal ist es, wenn das Kind im Sitzen mit den Füßen den Boden erreicht und sich sicher abstützen kann.
  • Klingel: für die Kinderhand gut zu erreichen, hell klingelnd, leichtgängig.
  • Helm: Stirn und Hinterkopf sind bedeckt. Der Helm sitzt weder zu tief im Nacken noch in der Stirn, sondern ein bis zwei Finger breit über den Augenbrauen. Der Kinnriemen ist mäßig, der senkrechte Riemen straff gespannt, damit der Helm nicht auf den Hinterkopf rutscht. Eltern sind Vorbilder. Auch sie sollten einen Fahrradhelm tragen.

Viele kleine Reparaturen können Fahrradbesitzer selbst ausführen. Größere Mängel, vor allem an den Bremsen und an der Kette, sind ein Fall für die Fachwerkstatt.

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