Tabu beim Sport: Piercings und transdermale Implantate

Foto: pitopia, Edler von Rabenstein

[20.01.2017] Piercings können schick sein – aber auch gefährlich, zum Beispiel im Sportunterricht. Vor allem bei Handball, Fußball und anderen Sportarten mit viel Körperkontakt können Mitspielerinnen und Mitspieler an ungeschützten Piercings und Ohrringen hängenbleiben, sie komplett herausreißen oder sich selbst daran verletzen. Darauf macht jetzt die Unfallkasse NRW aufmerksam. Piercings und transdermale Implantate sollten deshalb beim Sport tabu sein. Piercings und Ohrringe, die nicht herausgenommen werden können, sollten zumindest wirksam abgeklebt sein.

Transdermale Implantate
Bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind derzeit transdermale Implantate als Schmuck angesagt, vor allem im Gesicht und auf dem Dekolleté. Der Schmuckstein sieht aus, als sei er einfach auf die Haut geklebt. Tatsächlich aber hält ihn ein „Anker“, der fest unter der Haut implementiert ist. Das Verletzungsrisiko ist nicht geringer als bei Piercings, zumal transdermale Implantate nicht vorü-bergehend entfernt werden können. Das von ihnen ausgehende Verletzungsrisiko kann also nur durch Abkleben gemindert werden.

Tipps für Lehrkräfte in Schule und Verein
Sportlehrer und Trainer müssen entscheiden, ob durch die Übung oder Sportart Gefährdungen für die Kinder und Jugendlichen bestehen. Uneinsichtige Schüler können von bestimmten Übungen oder vom Sportunterricht ausgeschlossen werden, wenn sie weiterhin ihren Körperschmuck tragen oder nicht abkleben wollen. Die Verantwortung für die Sicherheit von Schülerinnen und Schülern liegt immer beim Lehrer und der Schule. Unwirksam ist deshalb auch eine schriftliche Erlaubnis der Eltern für das Tragen von Piercings beim Sport.

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