Nachrichten der Unfallkasse NRW

Psychische Belastungen, Erkrankungen und Burn-Out an Hochschulen – Situationen & Lösungswege

Dr. Bettina Druschke vom Ministerium für für Innovation, Wissenschaft und Forschung NRW, begrüßte die Teilnehmer der Fachtagung zu Beginn.
[18.09.2012] Erkrankungen, insbesondere psychische Erkrankungen aufgrund von psychischen Überlastungen treten in den Hochschulen vermehrt auf und werden dort inzwischen als deutliches Problem wahrgenommen.
Deshalb beschäftigte sich jetzt eine Fachtagung der Unfallkasse NRW mit der Problematik. Gemeinsam stellten sich die 130 Teilnehmer den Fragen: Wie sieht eine gute Prävention psychischer Belastungen, Erkrankungen und Burn-Out, speziell in Hochschulen aus? Was muss in der Hochschule getan werden?
Die Unfallkasse NRW in Kooperation mit der Hochschulübergreifenden Fortbildung (HÜF) wollte den Hochschulen in NRW mit dieser Fachtagung erfolgreiche Praxiseispiele aufzeigen, damit diese ihre Verantwortung für gesunde Arbeits- und Studienbedingung durch entsprechend gezieltes Handeln erfolgreich umsetzen können. Nach Grußworten von Manfred Lieske, Mitglied der Geschäftsführung der Unfallkasse NRW,  Dr. Bettina Druschke, Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung NRW und Regina Zdebel, Kanzlerin der FernUniversität in Hagen, folgten zwei Vorträge. Über psychische Störungen bei Studierenden und MitarbeiterInnen an Hochschulen referierte Prof. Dieter Wälte von der Hochschule Niederrhein.
Prof. Dieter Wälte Zusammen mit ihren Studierenden referierte Prof. Gudrun Faller, Hochschule Magdeburg-Stendal, über den Status der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen an Hochschulen  in NRW.
Prof. Gudrun Faller und ihre Studierenden
Danach arbeiteten die Teilnehmer in drei parallel verlaufenden Workshops zur betrieblichen Praxis bei der Durchführung der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen und zur Maßnahmenentwicklung bis hin zur Implementierung eines umfassenden Betrieblichen Gesundheitsmanagements an Hochschulen.


Workshop
Die Botschaft, dass umfassende Gefährdungsbeurteilungen inklusive Gesundheitsmanagement keine unlösbaren Aufgaben sind, sondern schon der Prozessbeginn gut für die Hochschulen sein kann, traf auf offene Ohren. Die Bereitschaft sich diesem, gegenwärtig und zukünftig, bedeutenden Thema konstruktiv und lösungsorientiert zu stellen, war deutlich spürbar.