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Umgang mit Gehirnerschütterungen im Schulalltag

eine junge Sportlerin lässt sich medizinisch auf Verdacht einer Gehirnerschütterung untersuchen

Bild: Mark Adams - stock.adobe.com

In Deutschland werden pro Jahr mehr als 44.000 leichte Schädelhirnverletzungen im Sport diagnostiziert. Weitaus höher dürfte die Zahl der nicht dokumentierten Fälle sein, denn nicht jedes leichte Schädel-Hirn-Traumen wird als solches erkannt bzw. entsprechend behandelt. Amerikanische Schätzungen gehen davon aus, dass die Dunkelziffer etwa dreimal so hoch ist.

Leichte Schädel-Hirn-Traumen (SHT) sind nur schwer eindeutig zu diagnostizieren und werden häufig bagatellisiert, da strukturelle Veränderungen selbst mit Hilfe eines MRT oder CT oft nicht zu erkennen sind. Sie können jedoch bei unzureichender Behandlung zu bleibenden neuropsychologischen Beeinträchtigungen führen. Besonders bei Kindern und Jugendlichen können die Folgen gravierend sein, da diese sich noch in einer Phase der kognitiven, physischen und psychischen Entwicklung befinden.

Für die Unfallkasse NRW ist die Thematik u.a. im Zusammenhang mit Schulunfällen mit leichtem SHT (Gehirnerschütterung) relevant, die in erheblicher Zahl stattfinden.

Ziel des Projektes ist es, die Entwicklung wissenschaftlich fundierter und zwischen den Bereichen Reha/Entschädigung und Prävention abgestimmter Vorgehensweisen der Unfallkasse zur Prävention und Behandlung von leichten SHT anzustoßen, um die Anzahl der Fälle zu verringern und dem Auftreten von Spätschäden vorzubeugen.

Im Rahmen des Projekts soll durch die Universität Paderborn (Department Sport & Gesundheit; Sportmedizinisches Institut) eine geeignete Vorgehensweise speziell für Schul-Unfälle mit leichtem SHT erarbeitet und in einem regional begrenzten Bereich (Paderborn und Umgebung) erprobt und ein Präventionsprogramm erarbeitet werden.
Hierbei unterstützt die Schulaufsicht der Bezirksregierung Detmold.

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