„Brems Dich! Schule hat begonnen“ – Ministerpräsident Armin Laschet gibt Startschuss für die Verkehrssicherheitsaktion

Ministerpräsident Armin Laschet und Prof. Dr.-Ing. Jürgen Brauckmann, Präsident der Landesverkehrswacht NRW, üben mit Erstklässlern der Düsseldorfer Henri-Dunant-Schule das Überqueren der Straße. Foto: LVW/T.Leukert

[31.08.2017] 151.000 Erstklässler werden zu Beginn des Schuljahrs 2017/18 in Nordrhein-Westfalen eingeschult.

Mit der Aktion „Brems Dich! Schule hat begonnen“ appellieren die NRW-Verkehrswachten an alle Verkehrsteilnehmer, auf die Verkehrsanfänger Rücksicht zu nehmen. Autofahrer sollen besonders im Umfeld von Schulen ihr Tempo reduzieren und sich bremsbereit halten.

„Passt auf unsere i-Dötze auf! Die kleinen Schulanfänger können die vielen Gefahren im Straßenverkehr noch nicht kennen und abschätzen“, sagte Ministerpräsident Armin Laschet. „Daher appelliere ich gerade an die Autofahrer: Seien Sie vor allem in der Nähe von Schulen jetzt besonders aufmerksam, fahren Sie langsam und rücksichtsvoll – und seien Sie stets bremsbereit.“

Die NRW-Verkehrswachten weisen die Verkehrsteilnehmer mit Spannbändern im Umfeld von Schulen auf die i-Dötze hin. Auch werben sie mit Plakaten, Flyern und Veranstaltungen für rücksichtsvolles Verhalten im Straßenverkehr. Unterstützt werden sie dabei von der Unfallkasse NRW.

"Jedes verunglückte Schulkind ist eins zuviel. Die Sicherheit der Kinder im Straßenverkehr ist unsere gemeinsame Aufgabe", sagt Gabriele Pappai, Geschäftsführerin der Unfallkasse NRW.

Im Rahmen der Aktion werden die Erziehungsberechtigten auch dazu aufgefordert, ihre Kinder möglichst nicht mit dem Auto zur Schule zu bringen.

„Wenn Kinder mit dem Auto zur Schule gebracht werden, können sie keine Erfahrungen in der Verkehrsrealität machen“, betonte Prof. Dr.-Ing. Jürgen Brauckmann, Präsident der Landes-verkehrswacht. „Diese Erfahrungen
sind aber beispielsweise wichtig, damit sie als Fußgänger lernen, Geschwindigkeiten und Abstände richtig einzuschätzen.“ Die Landes-verkehrswacht rät allen Eltern, ihre Kinder anfangs auf dem Schulweg zu begleiten. Erst wenn die Kinder sicher unterwegs sind, sollten sie allein oder mit Freunden zur Schule laufen.


Ministerpräsident Armin Laschet, Jürgen Brauckmann (Präsident der Landesverkehrswacht), Klaus Voussem (Vizepräsident der Landesverkehrswacht), Gabriele Pappai (Geschäftsführerin der Unfallkasse NRW), Henning Rehbaum (CDU, Mitglied im Verkehrsausschuss des Landtages) etwas verdeckt Bodo Middeldorf (FDP, Mitglied im Verkehrsausschuss des Landtages) und Burkhard Nipper (Geschäftsführender Direktor der Landesverkehrswacht NRW) während der Auftaktveranstaltung zur Aktion „Brems Dich! Schule hat begonnen“.


Diejenigen Eltern, die auf das Auto nicht verzichten können, sollten ihren Nachwuchs bei jeder Fahrt korrekt in einem Kindersitz sichern. Außerdem bittet die Landesverkehrswacht die Auto-Eltern, nicht direkt vor die Schule zu fahren, um dort kein Verkehrschaos zu verursachen. An vielen Schulen wurden mittlerweile Hol- und Bringzonen eingerichtet, an denen man die Kinder aus dem Pkw lassen kann, ohne andere Kinder zu gefährden. Falls keine „Elternhaltestelle“ existiert, kann man auch in einer ruhigen Seiten-straße in der Nähe der Schule halten. In jedem Fall sollte man Kinder immer zur Gehwegseite aussteigen lassen.

Im vergangenen Jahr verunglückten laut Innenministerium in Nordrhein-Westfalen insgesamt 6.527 Kinder bis 14 Jahre im Straßenverkehr, davon 1.119 Mädchen und Jungen auf dem Schulweg. Dies war im Fünfjahres-vergleich ein Höchststand. Getötet wurden elf Kinder, sechs von ihnen als Fußgänger und fünf als Autoinsassen.