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15 Jahre UN-Behindertenrechtskonvention

Das Bild zeigt das Logo der Vereinten Nationen

Bild: danlersk – stock.adobe.com

Vor 15 Jahren ist das von der Generalversammlung der Vereinten Nationen beschlossene Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen in Kraft getreten (UN-Behindertenrechtskonvention, UN-BRK). Die Konvention entstand aus der Erfahrung, dass Menschen mit Behinderungen weltweit nicht ausreichend vor Diskriminierung und Ausgrenzung geschützt wurden.

Dazu greift sie auf die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte und auf die wichtigsten Menschenrechtsverträge der Vereinten Nationen zurück. Die Konvention erfasst Lebensbereiche wie Barrierefreiheit, Mobilität, Gesundheit, Bildung, Beschäftigung, Rehabilitation, Teilhabe am politischen Leben, Gleichberechtigung und Nichtdiskriminierung. Grundlegend dabei ist der Gedanke der Inklusion: Menschen mit Behinderung gehören von Anfang an mitten in die Gesellschaft.

Die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN-BRK) legt verbindliche Regeln zur Teilhabe von Menschen mit Behinderungen fest. Zu diesem Personenkreis zählen auch durch Arbeits- und Wegeunfälle Verletzte und von Berufskrankheiten Betroffene, für welche die gesetzliche Unfallversicherung zuständig ist.

Die Unfallkasse NRW engagiert sich deshalb im Inklusionsbeirat NRW. Dieser berät die Landesregierung in Rechtsfragen, die Menschen mit Behinderung betreffen. Unterstützt wird der Inklusionsbeirat durch die Arbeit von sechs Fachbeiräten. Im Fachbeirat Partizipation ist die Unfallkasse vertreten.

Darüber hinaus fördern wir den Erfahrungsaustausch von Versicherten nach einem Arbeits- oder Wegeunfall mit Menschen mit ähnlichen Behinderungen (Peer-Prinzip). 

Aktuell unterstützen wir die Gemeinsame Initiative zur Stärkung der Inklusion auf dem Arbeitsmarkt Nordrhein-Westfalens die am 10.04.2024 unterschrieben wurde.

In gemeinsamer Verantwortung für einen inklusiven Arbeitsmarkt im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention verständigen sich erstmalig

  • das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen 
  • dieUnternehmer NRW, IHK NRW, WHKT, die Landesarbeitsgemeinschaft der Inklusionsfirmen (lag if), Freie Berufe, Arbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege NRW, DGB NRW,
  • die Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit,
  • die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung,
  • die Träger der Rentenversicherung,
  • die Landschaftsverbände als Träger der Eingliederungshilfe und der Inklusionsämter,
  • die Kommunalen Spitzenverbände 
  • sowie die Beauftragte der Landesregierung für Menschen mit Behinderungen sowie für Patientinnen und Patienten in Nordrhein-Westfalen (LBBP)

darauf, gemeinsam die Inklusion am Arbeitsmarkt zu unterstützen und die Chancen, die sich auf beiden Seiten bieten, stärker in den Blick zu nehmen.

Die Unfallkasse NRW setzt sich als zertifizierte Organisation erfolgreich und nachhaltig für familienfreundliche Arbeitsbedingungen und Gleichstellung der Geschlechter im Beruf ein. Vielfalt und Chancengleichheit gehören zu unserer Personalpolitik. 

Im Rahmen der Personalgewinnung freuen wir uns deshalb über Bewerbungen von Menschen aller Geschlechter und Nationalitäten. Bewerbungen von schwerbehinderten Menschen werden ausdrücklich begrüßt.