Jugendfeuerwehr - Die Aktiven von morgen

Fast 20.000 Kinder und Jugendliche gehören in Nordrhein-Westfalen zur Jugendfeuerwehr. Über 1000 Gruppen der Freiwilligen Feuerwehren bieten für Kinder und Jugendliche im Alter zwischen zehn und 18 Jahren sinnvolle Freizeitbeschäftigung. Die heutigen Mitglieder der Jugendfeuerwehr sind die Aktiven von morgen – auch sie stehen unter dem Schutz der Unfallkasse NRW. Das Spektrum der Jugendfeuerwehr muss dabei weiter gefasst sein. Neben den Übungen, Lehrgängen und sportlichen Aktivitäten sind auch Gemeinschaftserlebnisse einer lebendigen, altersgerechten Jugendarbeit Bestandteil der Jugendfeuerwehr.

Gemeinschaft erleben

In den Jugendfeuerwehren erleben Kinder Gemeinschaft, die sich heute kaum noch im Alltag finden: Zeltlager, Schwimmen im Badesee, Ausflüge mit Bootfahren und Lagerfeuer. Ein Quäntchen Risiko lässt sich nicht vermeiden – die Unfallkasse NRW nimmt es auf ihre Schultern. Und das auch, wenn nicht der Dienst im Mittelpunkt steht, sondern der gemeinsame Spaß bei Unternehmungen.

Unfallkasse NRW verleiht den Jugendfeuerwehr-Sicherheitspreis

Dieser Preis wird jedes Jahr an Jugendfeuerwehren in NRW verliehen, die sich mit dem Thema Organisation von Sicherheit und Gesundheit in besonderen Maße auseinandergesetzt haben. Im Laufe des letzten Jahres haben sich die Preisträger zu diesem Thema innerhalb der einzelnen Jugendfeuerwehren Gedanken gemacht und als Ergebnis Verbesserungsvorschlage, Konzepte oder innovative Ideen in die Tat umgesetzt. Diese wurden der Unfallkasse NRW mittels entsprechenden Materialien übersandt.

Die Preisvergabe fand dieses Mal im Movie Park in Bottrop Kirchhellen statt. Dennis Kuhn, Mitarbeiter der Präventions-Abteilung Feuerwehr, moderierte die Veranstaltung unter den besonderen Bedingungen der aktuellen Corona Pandemie. Nach einer motivierenden und erläuternden Einleitung durch Benno Fritzen als Vorsitzender des Feuerwehrausschusses der Unfallkasse NRW und Vertreter der Jury wurden die Preise an die einzelnen Jugendfeuerwehren überreicht.

Die Preisverleihung wurde durch den stellvertretenden Geschäftsführer der Unfallkasse NRW, Johannes Plönes, Dr. Jan Heinisch, Vorsitzender des Verbandes der Feuerwehren NRW (VdF NRW), und durch den Landes-Feuerwehrjugendwart Moritz Salomon vorgenommen.

Nach der Preisverleihung verbrachten die Kinder und Jugendlichen den anschließenden Teil der Veranstaltung in den Einrichtungen und Fahrgeschäften des Movie Parks.

 

 

1.Preis: Jugendfeuerwehr Wuppertal:

 

Die Jugendfeuerwehr aus Wuppertal hat mit ihrem Konzept „Safety Juniors“ den 1. Platz beim Jugendfeuerwehr Sicherheitspreis 2020 der Unfallkasse NRW belegt. Die Jugendfeuerwehr Wuppertal möchte, dass in der aktiven Wehr etablierte System der Sicherheitsbeauftragten, auch in die Jugendfeuerwehr übernehmen. Dazu wurde ein Ausbildungskonzept erstellt und die Safety Juniors in den Jugendgruppen etabliert. Die Jugendlichen können sich über ein Preisgeld von 1.000 Euro freuen.

 

 

2. Preis: Jugendfeuerwehr Meschede Wehrstapel-Eversburg

 

Den zweiten Preis in Hohe von 500 Euro erhielt die Jugendfeuerwehr Meschede Wehrstapel-Eversburg mit dem Projekt „Achtung“ Block. Die Jugendfeuerwehr Meschede Wehrstapel-Eversburg möchte Sicherheit nachhaltig in die Arbeit der Jugendfeuerwehr integrieren. Dies geschieht am besten, wenn sich die Jugendlichen selbst einbringen können. Der „Achtung“ Block kann für Hinweise auf Mängel oder auch Mobbing genutzt werden. Eine Fehlerkultur soll damit schon früh in den Köpfen der Jugendfeuerwehr verankert werden.

 

 

3.Preis: Jugendfeuerwehr Winterberg Siedlinghausen

Der dritte Preis wurde mit einer Dotierung von 250 Euro an die Jugendfeuerwehr Winterberg Siedlinghausen übergeben. Das Konzept befasste sich mit der Verbesserung der Bekleidung der Jugendfeuerwehr. Der Jugendfeuerwehr Winterberg war die Sichtbarkeit der Jugendfeuerwehr -Bekleidung bei Dunkelheit nicht gut genug. Verbesserungsvorschläge wurden gesammelt und Entwürfe gezeichnet. Ein Hersteller hat ein Musterexemplar produziert.

 

Jugendfeuerwehr-Sicherheitspreis: die Preisträger und Bewerbungen der vergangenen Jahre

Eine Übersicht über alle eingereichten Bewerbungen für den Jugendfeuerwehr-Sicherheitspreis der Jahre 2008 bis 2019 finden Sie hier.

Merkblatt zur Teilnahme von Mitgliedern der Jugendfeuerwehr an Ausbildungsveranstaltungen außerhalb der Jugendfeuerwehr und im Einsatz

Mit Inkrafttreten des Gesetzes über den Brandschutz, die Hilfeleistung und den Katastrophenschutz (BHKG NRW) zum 1. Januar 2016 dürfen Mitglieder der Jugendfeuerwehr nach § 13 Absatz 1 Satz 6 mit Zustimmung der Erziehungsberechtigten ab dem 16. Lebensjahr auch außerhalb der Jugendfeuerwehr zu Ausbildungsveranstaltungen und im Einsatz zu Tätigkeiten außerhalb des Gefahrenbereichs herangezogen werden.

Das Gesetz bietet die Chance, motivierend auf den Übertritt von der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr hinzuwirken, indem der Leiter der Feuerwehr den Mitgliedern der Jugendfeuerwehr die Möglichkeit einräumt, auch außerhalb der Jugendfeuerwehr an Ausbildungsveranstaltungen und ggf. Einsätzen teilzunehmen sowie die Kameradinnen und Kameraden der Einsatzeinheiten kennenzulernen.

Die Jugendfeuerwehr NRW hat mit Unterstützung des Arbeitskreises Recht des VdF NRW in Zusammenarbeit mit der Unfallkasse NRW ein Merkblatt zur Teilnahme von Mitgliedern der Jugendfeuerwehr an Ausbildungsveranstaltungen außerhalb der Jugendfeuerwehr und im Einsatz erarbeitet.

 

Außerdem wird den Erziehungsberechtigten der Mitglieder der Jugendfeuerwehr eine „Einverständniserklärung Ausbildung und Einsatz“ zum direkten Ausfüllen angeboten.

 

Das Merkblatt kann hier herunter geladen werden. Hier finden Sie das Formular  der Einverständniserklärung.

Empfehlungen für Kinderfeuerwehren in Nordrhein-Westfalen

Informationen zu Kinderfeuerwehren finden Sie hier.

Impfschutz

Für die Kinder und Jugendlichen der Jugendfeuerwehr empfiehlt die Unfallkasse NRW ausreichenden Impfschutz. Eltern können damit dafür sorgen, dass viele Gesundheitsgefahren bereits von vornherein abgewendet werden. Insbesondere die Standardimpfungen gegen Tetanus und Diphtherie werden angeraten. Die Kosten dafür übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen. Sinnvoll ist auch, dass sich junge Feuerwehrleute gegen Hepatitis A und B impfen lassen. Für Kinder und Jugendliche zwischen neun und 17 Jahren bezahlt die gesetzliche Krankenversicherung die Schutzimpfung gegen Hepatitis B.