09.03.2010

Betriebliches Gesundheitsmanagement funktioniert - Abschlusstagung zum Projekt INOPE

„Veränderung ist möglich!“ unter diesem Motto stand die Abschlusstagung für das INOPE-Projekt (integrierte Netzwerk-, Organisations- und Personalentwicklung). In diesem großen Verbundprojekt ist es gelungen, ein ganzheitliches Gesundheitsmanagementsystem für die Finanzverwaltung in NRW zu konzipieren und bei zunächst 9 Pilotfinanzämtern erfolgreich zu etablieren. „Was hier begonnen wurde, ist im positiven Sinn nicht mehr aufzuhalten“ sagte Manfred Lieske, Mitglied der Geschäftsführung der Unfallkasse NRW in seiner Begrüßungsrede und weiter: „Im Gegenteil: es geht nun darum, die positiven Entwicklungen noch weiter in die Fläche zu tragen und den weiteren Transfer in Schwung zu bringen. Und genau das ist ja auch geplant für die Zukunft.“ Damit war sich Lieske einig mit Oberfinanzpräsident Ulrich Müting, der das Projekt und das weitere Potenzial der „gesunden Finanzverwaltung“ ebenfalls positiv bewertete.


Manfred Lieske, Mitglied der Geschäftsführung der Unfallkasse NRW, begrüßte die Teilnehmer.

Die Bilanz der Verbundpartner im Rahmen der von Prof. Gabriele Elke von der Ruhr-Universität Bochum moderierten INOPE-Abschluss-Veranstaltung fiel differenziert, aber durchweg positiv aus. Veränderung ist möglich, es bedarf jedoch einer übergreifenden Strategie, starker Promotoren und Partner sowie eines hohen Ausmaßes an Beharrlichkeit aller Beteiligten: Die Oberfinanzdirektion Rheinland und die neun Pilotfinanzämter wurden dabei unterstützt durch die Ruhr-Universität Bochum, die Bergische Universität Wuppertal, die Unfallkasse NRW und weitere Netzwerk-Partner. Das seit dem Jahr 2005 laufende Projekt erfuhr eine weitere Verstärkung, als durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung über den Projektträger im DLR weit reichende finanzielle Unterstützungsleistungen möglich wurden.

Die Ergebnisse können sich sehen lassen, wie kontinuierliche Evaluationen des Projekts mithilfe wissenschaftlicher Verfahren belegen: Das Engagement und die Eigeninitiative der Beschäftigten und vor allem der Führungskräfte für mehr Gesundheit haben sich von 2005 bis 2009 deutlich verbessert. Die Auswirkungen der steigenden Belastungen im Arbeitsalltag konnten abgepuffert werden. Die Beschäftigten sind aktiver und setzen sich jetzt mehr für ihre eigene Gesundheit ein. Ermöglicht wurden diese positiven Veränderungen durch ein Gesundheitsmanagementsystem, das die übergreifende Strategie bildet, den roten Faden sozusagen, mithilfe dessen der weitere Auf- und Ausbau möglich wurde. In zwei Vorträgen wurde die Effektivität des Vorgehens sowohl von wissenschaftlicher Seite durch Prof. Bernhard Zimolong als auch seitens der betrieblichen Praxis von Finanzpräsident Romuald Warich gemeinsam mit Ute Pferdmenges und Jürgen Lemm vom „Team Gesundheit“ der OFD Rheinland bestätigt.

Die Teilnehmer der Abschlusstagung wählten für dieses gut evaluierte Gesundheitsmanagementsystem die Metapher eines Hauses. Gemeinsam das „Haus der Gesundheit“ zu bauen – das war das erklärte Ziel für den Abschluss der Tagung sowie für die weitere Entwicklung in der betrieblichen Praxis. Und so konnte, nachdem im Rahmen von Workshops viele Möglichkeiten zur weiteren Diskussion genutzt worden waren, das „Haus der Gesundheit“ aus den Kernelementen des Gesundheitsmanagementsystems gebaut werden.


Finanzpräsident Romuald Warich erläuterte das "Haus der Gesundheit".

Weitere Informationen finden Sie unter www.inope.de

 

 

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